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Aktueller Film
USA
02.04.2004

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Als Jeffrey Katzenberg in den 80er Jahren
Produktionschef der Disney-Studios wurde, übernahm er auch die vor sich hin
dümpelnde Zeichentrick-Abteilung. Neue Filme gab es nur noch alle vier
Jahre, und die Moral der Mitarbeiter war am Boden, was u.a. auch dazu
geführt hatte, dass führende Talente wie Don Bluth, sich selbständig gemacht
hatten. Das Studio machte vor allem Gewinn mit den Wiederaufführungen der
Klassiker, die sogar mehr Geld einspielten als neue Filme wie Taran
und der Zauberkessel. Letztgenannter Film war so erfolglos, dass
Buena Vista ihn nie wieder in die Kinos brachte. Obwohl die Klassiker alle
sieben Jahre wiederaufgeführt wurden (wenn eine neue Generation Kinder
herangewachsen war), begann Katzenberg sie auf Video herauszubringen, und
das Studio scheffelte Millionen. Da er aber nur auf eine begrenzte Anzahl
von Filmen zurückgreifen konnte, musste er für Nachschub sorgen und
fasste das ehrgeizige Ziel jedes Jahr einen neuen Film zu starten.
Die Renaissance begann 1989 mit Arielle
- Die kleine Meerjungfrau, die bei ihrer Erstaufführung $86 Mio.
einspielte, und gipfelte 1994 mit Der König der Löwen, der mit
einem Einspiel von $313 Mio. zum fünfterfolgreichsten Film aller Zeiten
wurde. Pikanterweise verließ Katzenberg zur selben Zeit die Disney-Studios
im Streit, und gründete mit Steven Spielberg und
David Geffen die
DreamWorks-Studios mit eigener (höchst erfolgreicher) Animations-Abteilung.
Aufgrund der verschärften Konkurrenz verteuerten sich die Personalkosten und
konventionelle Zeichentrickfilme kosteten nun meist um die $100 Mio.,
während die Einnahmen (und die Qualität) seit dem Weggang Katzenbergs
sanken.
Und ein weiteres Problem macht den
Disney-Studios zu schaffen: Traditionelle Animation gerät immer mehr ins
Hintertreffen, während Computer-animierte Filme wie Shrek
immer erfolgreicher werden. Vergleicht man das durchschnittliche Einspiel
der letzten fünf Computer-animierten Pixar-Filme
($239 Mio.) mit dem der letzten fünf traditionellen Trickfilme ($81 Mio.) -
Stand 2004 -
dann sieht man die Diskrepanz. Da war es kein Wunder, dass die
Disney-Company die Pixar-Studios Ende 2005 für $7
Milliarden gekauft hat.
Leider hat sich dieser Trend insoweit verstärkt, dass nach
Die Kühe sind los! fünf Jahre lang kein neuer (traditioneller)
Animationsfilm produziert worden ist.
In Deutschland waren die
Disney-Zeichentrickfilme seit jeher weit populärer als in den USA, und so
schafften 17 der 22 aufgeführten Filme den Sprung unter die erfolgreichsten
Zehn des Jahres, während dies in den USA lediglich 12 Filmen gelang. Mit
27,4 Millionen Besuchern ist Das Dschungelbuch bei uns der
erfolgreichste Film aller Zeiten.
Bei der Auflistung der
Disney-Zeichentrickfilme seit 1967 sind nur die "reinrassigen"
Zeichentrickfilme aufgeführt, also keine Mischfilme wie Elliott - Das
Schmunzelmonster, keine Computer-animierten Filme wie
Dinosaurier und keine Zeichentrickfilme, die von der Fernsehtochter
Disneys produziert werden wie Ferkels großes Abenteuer oder Das
Dschungelbuch 2. |
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Aktueller Film
Deutschland
02.09.2004

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